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Dienstag, 20. Januar 2015

Rollenangebote

Als die Schlange an der Supermarktkasse wieder mal länger ausfiel, guckte ich beim Zeitschriftenregal unter anderen auch in die INTOUCH. Da ließ Russell Crowe ein Statement ab: „Ich denke, dass Schauspielerinnen, die meinen, dass sie kaum noch Rollen bekommen, meist in den Vierzigern sind und nicht verstehen, dass sie nicht mehr als 21jährige besetzt werden.“ – Hier irrt der preisgekrönte Gladiator-Darsteller und das weiß er als Hollywood-Insider auch. Er weiß aber auch, dass er mit solch plakativen Aussagen bei schlichten Gemütern gut ankommt und in der Yellowpress landet, was wiederum gut für seinen nächsten Film ist.
Ich denke nicht, dass Julia Roberts die Titelrolle in Romeo und Julia haben möchte, abgesehen davon, dass diese von Shakespeare als 14jährige gedacht, sowieso immer von älteren Schauspielerinnen gemimt wurde. Olivia Hussey und Claire Danes waren mit 17 Jahre noch die jüngsten, Liz Taylor spielte die junge Kleopatra auch noch mit 31 -vor allem, weil das Publikum sie sehen wollte und nicht ein Nachwuchsstarlett. Das Problem liegt wie so oft nicht einfach beim Alter, sondern bei den Ansprüchen der Damen.
Nehmen wir an, ein Produzent bildet sich eine ausgezeichnete Mimin mittleren Alters für eine bestimmte Rolle ein. Es kommen ihm Julia Roberts, Sandra Bullock und Julianne Moore in den Sinn. Keine der Genannten macht es unter 20 Millionen Dollar, also bietet er diese stolze Summe für 25 Drehtage an einem Set in Marokko an. Da der Agent circa 20-25% ihres Salärs erhält, pokern die Damen nun hoch. Auch hat jede Familie, von der sie nicht gern lang getrennt ist und auch nur so kurz wie möglich das Gesicht in die Kamera halten will, also versuchen sie die Drehtage zu drücken und, weil sie bei Terrorgefahr nicht gern reisen, verlangen sie, den Drehort ins eigne Land zu verlegen. Das heißt dann, dass die Roberts für 25 Mille nur 20 Tage in der Mojave-Wüste drehen will, die Bullock für 30 Mille 18 Tage im Death Valley und die Moore für 21 Mille 15 Tage in Salt Lake City.
Was macht der frustrierte Produzent nun? Er bietet die Rolle Marisa Tomei an! Und schon jammern 3 hochbezahlte Diven, wie schwer es ist, heutzutage eine gute Rolle zu bekommen…

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